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Skisprung-Ikone bezwang höchste Schanze der Welt 24.04.2008

HEILIGENBLUT (Österreich) Am Tag des offiziellen „Durchstichs“ der Großglockner Hochalpenstraße flog der zweifache Olympiamedaillengewinner und dreifache Skisprung-Weltcupgesamtsieger Andreas Goldberger am höchsten Berg Österreichs zum Sprung seines Lebens.

Nach tagelangen Vorbereitungen stürzte sich Goldberger auf 2506 Meter Höhe die 100 Meter lange Anlaufspur hinunter und landete nach einem Traumsprung über den 30 Meter breiten Straßengraben mit einem Telemark. „Mir war sehr mulmig. Ich habe die letzten Tage nicht gut geschlafen. So etwas hat sich noch niemand getraut“, jubelte „Goldi“ zwischen den vier Meter hohen Schneewänden.

Ab sechs Uhr früh warteten Goldberger und sein Team am Donnerstag auf die perfekten Bedingungen. Am Ende landete Goldberger, der über der Straße einen gemessenen Luftstand von 13,5 Meter aufweisen konnte, bei der 58-Meter-Marke. „Wir wussten nicht wie viel Anlauf ich nehmen muss oder darf, um nicht im Graben zu landen oder im flachen Auslauf zu stürzen. Ich bin extrem glücklich.“

„Seit über zweitausend Jahren überquert die Menschheit den Alpenhauptkamm auf diesem Weg, auf Sprungskiern ist das noch niemand gelungen“ zollte auch der anwesende Weltcupgesamtsieger Thomas Morgenstern Respekt.

Neben dem zweifachen Vierschanzentournee-Sieger Goldberger, hoben auch Snowboard-Star und Landsmann Stefan Gimpl sowie der 22-jährige Freeskier Romain Grojean (FRA) beim „Glockner-Jump“ nahe des Hochtor-Tunnelportals (Südseite) ab.

Derweilen waren die Schneeräumfahrzeuge im Dauereinsatz, um Salzburg mit Kärnten über den höchsten Berg Österreichs für den Sommerverkehr zu verbinden. Offiziell wird die Straße am 1. Mai freigegeben. Schneehöhen von einem Dutzend Meter sind am Großglockner keine Seltenheit. Der Rekord stammt mit 21 Meter Höhe aus dem Jahr 1953.

 

Honorarfreie Bilder nur für redaktionelle Zwecke: Andreas Schaad (AA) und Kerstin Joenson (KJ) für Euro-Newsroom.com