NEWS BY EURO NEWSROOM

AVAILABLE DOWNLOADS: PLEASE LOG IN

Mut zur Lücke bei Gap Session 08.03.2008

Bei der Red Bull Gap Session flogen am Samstagabend die 18 besten Snowboarder der Welt durch das Olympiaskistadion von Garmisch-Partenkirchen (GER). Vor 7000 Fans wurden zwischen dem 12 Meter hohen Kicker und dem 20 Meter hohen Landehügel bis zu 35 Flugmeter zurückgelegt. Die Jagd nach einer neuen Rekord-Airtime ging bis ans Limit, blieb jedoch unbelohnt.

350 LKW-Ladungen Schnee wurden in den vergangenen drei Wochen aufgetürmt, um den wohl größten Kicker der Snowboard-Geschichte in die Realität umzusetzen. Einzigartiges folgte: mit bis zu 100 km/h rasten die Starter aus 11 Nationen im Hauptbewerb der Red Bull Gap Session auf den Kicker (Absprung/ 40-Grad-Absprungwinkel) zu und versuchten die längste Airtime, den besten Trick oder sogar die beste Overall-Performance zu erzielen.

Der Schwede Chris Sörman überstrahlte die Konkurrenz. Der 21-Jährige flog mit 2,81 Sekunden die längste Airtime und holte sich zusätzlich auch noch den Overall-Titel. Den besten Trick lieferte der Deutsche David Benedek. „Als ich den Kicker zum ersten Mal sah, hatte ich Respekt. Jetzt haben alle vor mir Respekt“, schnaufte Sieger Sörman, nachdem er den 20 Meter hohen, 50 Meter breiten und 70 Meter langen Landehügel im Finale erfolgreich bezwang.
 
Vor einer begeisterten Menge standen rund um den K-Punkt der historischen Skisprunganlage Experimentierfreude und Innovation im Vordergrund. Christophe Schmidts Rekordsprung mit einer Airtime von 3,1 Sekunden aus dem Jahre 2006 bleibt zumindest bis zur Neuauflage der Red Bull Gap Session in den Rekordbüchern stehen. „Man kann sich nicht vorstellen, wie lange sich 3,1 Sekunden in der Luft anfühlen müssen. Der Kicker hat die Grenzen neu definiert, leider haben wir dies im Kampf um den Air-Time-Rekord nicht nützen können“, hat Sörman für die Zukunft noch einiges vor.

Red Bull Gap Session 2008, Winner Longest Airtime: Chris Sörman (SWE/2,81 Sekunden); Best Trick: David Benedek (GER); Best Overall-Performance: Chris Sörman (SWE)